Montag, 20. November 2017

Schwäne auf Parachute

Als dieser Stoff aus einem Lillestoff Glückspaket kam, musste ich etwas schlucken. Die Schwäne auf dem satten Rosa sind schon an der Grenze zu kitschig. Ich wusste aber auch sofort, dass mein Töchterchen den Stoff lieben würde und so war es auch.


Also habe ich ihn brav zu einem Oberteil verarbeitet. Aus den Resten entstand noch Unterwäsche. Ich habe auf einen bewährten Schnitt zurückgegriffen, Parashute aus der Ottobre 6/16.

Ich bin sehr froh, dass ich die Kleidung für meine Tochter selber nähen kann, denn passende Sachen zu kaufen ist so gut wie unmöglich. Einzig Leggins und Jogginghosen haben die Chance halbwegs zu passen. Meine Tochter fällt nämlich aus allen Größennormen heraus, sowohl was die Länge als auch die Breite betrifft.

In der Welt der Bekleidungsindustrie sind solche Abweichungen nicht vorgesehen. Ein Kleinkind das noch Windeln trägt hat einfach nicht einen Meter groß zu sein. Habt ihr euch mal die Hosen in Größe 104 angeschaut? Ein Windelpo hat da keine Change und schon gar nicht an einem kräftig gebauten Kind. Während es zahlreiche Angebote für Erwachsenenkleidung in Übergrößen gibt, sieht es bei Kinderbekleidung richtig mau aus.


In den letzten Wochen gab es einige sehr kritische Beiträge zu passender und angemessener Kinderkleidung u.a. von mami-made (Serie das falsche Kleid), löwing (Mädchenkleidung ohne Modellmaße) und gruener-naehen. Vielen Dank liebe Frauen, dass ihr dieses Thema aufs Tapet bringt! Mich hat es sehr zum Nachdenken angeregt, aber auch etwas Angst vor der Zukunft gemacht.

Frau Jule sammelt jeden Monat politische Beiträge zum Thema Handarbeit. Schaut unbedingt auf ihrem Blog vorbei, es lohnt sich! Ich freue mich über jeden kritischen Beitrag, der aus unserer kuscheligen Handarbeitswelt kommt.


So lange meine Tochter die selbstgenähte Kleidung gerne trägt nähe ich also weiter. Das schöne an den Ottobre Schnitten ist, dass ich sie meist nicht anpassen muss, da sie weit geschnitten sind. Ich recherchiere meist vorher über den ausgewählten Schnitt und studiere die Designbeispiele in der Zeitung. Meist kommt so etwas brauchbares heraus.

Die meisten anderen Schnitte muss ich anpassen. Meist reicht es eine Größe größer zu nähen und dann die Länge zu kürzen. Bei Hosen schneide ich den Windelbereich gleich zwei Größen größer zu und verzichte auf einen festen Bund, den ich durch Bündchenware plus eingezogenem Gummiband ersetzte.

Gibt es noch mehr nähende Eltern, die sich passende Schnitte für ihre etwas neben dem Durchschnitt liegenden Kinder wünschen? Vielleicht lässt sich bei ausreichendem Bedarf ja etwas organisieren.

Die Bilder entstanden auf unserem Lieblinsspielplatz im Nachbarort. Das Töchterchen mag den Spielplatz wegen dem Trampolin, ich wegen dem Büdchen an dem es frischen Kaffe gibt. Wie beide schätzen die Möglichkeit uns mit Eis zu versorgen.


Stoff: Jersey Du lieber Schwan von Lillestoff
Schnitt: Parachute, Ottobre Design Kids 6/2016


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Lillestoff

Adventskalender Wichteln

Bei Appelkatha gibt es schon seit einigen Tagen kleine Einblicke in die Adventskalender Wichtelei. Auch mein Adventskalender ist letzte Woche auf die Reise gegangen.

Einiges habe ich gewerkelt und kleine Nettigkeiten aus meinem Fundus ausgesucht.

Bei der Verpackung habe ich mich für klassisches rot/grün entschieden. Da ich nicht so die Verpackungskünstlerin bin, gibt es praktische Tüten. Dafür habe ich die Zahlen liebevoll aus Folie ausgeschnitten.


Zu meiner Freude ist der an mich verschickte Adventskalender von Nadelsuse Ende der Woche schon eingetroffen. Wunderschön verpackte Päckchen und ein lieber Gruß. Ich bin schon sehr gespannt was mich erwartet.

Mittwoch, 8. November 2017

Windgeflüster

Mein erster richtiger Mantel. Ich bin so stolz! Schon zu Beginn des Jahres habe ich mir vorgenommen im Rahmen der Aktion Minigarderobe von Brülläffchen einen Mantel zu nähen. Mir wurde aber schnell klar, dass ich dieses Projekt ohnen einen gewissen Druck und Zwang wohl nicht angehen würde. Da kam mir das Probenähen für den Mantel Windgeflüster von Nähkind gerade recht.


Das Probenähen war schon ein Stück ganz schön harte Arbeit. Mein erster Probemantel aus Probestoff war zu eng und die Stoffwahl erwies sich als ungeeignet. Ich hatte einen steifen Walkstoff aus meinem Fundus gewählt.

Nach den Änderungen habe ich mutig meinen guten Mantelstoff angeschnitten. Doch dann kamen die ersten Rückmeldungen anderer Probenäherinnen der Mantel sei immer noch zu eng und da traute ich mich gar nicht weiter zu machen.

Die nächste Version nähte ich dann zum Test aus einem alten Bettlaken und war noch nicht überzeugt. Deshalb entschloss ich mich eine große größer als gewöhnlich zu nähen und zur Vorsicht extra viel Nahtzugabe zu geben. Da ich schon zugeschnitten hatte, musste ich etwas puzzlen, um die geänderten Schnitteile unter zu bringen. Der Ärmel besteht deshalb außerplanmäßig aus zwei Teilen.


Nach der Anprobe des Außenmantels war ich überzeugt der Mantel sei an den Armen zu eng, trennte die Ärmel wieder auf und nähte anstatt mit 1,5 mit 0,7 cm Nahtzugabe. Das Innenfutter kostete mich ebenfalls Nerven, weil es so flutschig und rutschig ist und sich erst beim Zuschneiden, dann beim Nähen in alle Richtungen verzog.


Dann die finale Anprobe und der Mantel passt. Er ist sogar recht weit und ich hätte auf die zusätzliche Nahtzugabe locker verzichten könne. Mit einem richtigen Futter sizt der Mantel einfach viel besser und lässt sich ganz leicht anziehen.

Der Mantel ist perfekt für die Übergangszeit. Der Außenstoff ist ein Mischgewebe mit Wollanteil, das Futter reine Viscose. Belege und Kragenfutter habe ich aus einem dicken Strickstoff genäht und diesen mit H180 verstärkt. Passende Schals in grau und rosa sind vorhanden, sodass ich trotz des weiten Kragens am Hals nicht frieren muss. Bei Gelegenheit werde ich die Ärmel noch um Bündchen ergänzen, denn im Moment zieht es beim Fahrradfahren noch hinein.

Die Manteltaschen sind riesig und laden zum Vergraben der Hände ein. Ein Geldbeutel findet ebenfalls gut Platz und läuft nicht Gefahr heraus zu rutschen. 


Schnitt: Windgeflüster von Nähkind
Stoff: Mantelstoff Mischgewebe mit Wolle, Viskosefutter, Viskosestrick

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Mittwoch, 1. November 2017

Vida von Tragmal

Ich war ganz aus dem Häuschen, dass ich für Tragmal den Schnitt Vida designnähen durfte. Dafür gab es noch einen gesponserten Stoff von Alles für Selbermachr

Für die Bluse VIDA habe ich mich entschieden, weil ich dringend noch vorzeigbare Kleidung für die Arbeit benötige. Meine Vida aus dem feinen Strickstoff ist schlicht und schön aber wie ich finde keinesfalls langweilig geworden.



Der feine Viskosemischstrickstoff von Alles für Selbermacher hat eine wunderbare Qualität und trägt sich sehr weich und angenehm. Leider ist der Stoff in grau ausverkauft, hier gint es ihn aber noch in blau und die gleiche Qualität gibt es hier noch mit anderem Muster.



Der Schnitt sieht eigentlich 3/4 Ärmel vor. Mit Blick auf den bevorstehenden Winter habe ich XL Bündchen angenäht. Ich finde das passt sehr gut zum lässigen Stil der Bluse. Ich habe mich an der Maßtabelle orientiert und eine 48 genäht. Da der Stoff leicht elastisch ist, wäre sicher auch eine 46 passend gewesen.


Auch wenn es für mich nicht mehr relevant ist, finde ich es super, dass die meisten Tragmal Schnitte auch zum Stillen geeignet sind. So auch die Vida. Durch das überlasspende Vorderteil die Bluse direkt ohne Anpassungen stilltauglich. 

Habt einen wundervollen Donnerstag! 

Schnitt VIDA von Tragmal
Stoff Feinstrick Wellenmuster von Alles für Selbermacher 

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Dienstag, 17. Oktober 2017

Kleid Imani aus La Maison Victor

Elke und Elke zeigen heute beim MeMadeMittwoch schicke Jeanskleider. Da mag ich mich doch gerne schnschließen, denn besondere Ereignisse erfordern besondere Kleider. Diese Woche bin ich auf eine Hochzeit eingeladen und für einen geschäftlichen Anlass brauchte ich ebenfalls ein schickes Kleid.

Einen geeigneten Schnitt fand ich in der aktuellen La Maison Victor, das Kleid Imani. Obwohl ich noch nicht so viel aus der La Maison Victor genäht habe, liebe ich die Zeitschrift sehr. Ich mag die professionelle Aufmachung, dass die Modelle in verschiedenen Ansichten und teilweise auch aus verschiedenen Stoffen und mit verschiedenen Stylings gezeigt werden und den Hinweis auf mögliche Variationen bei der Stoffauswahl.


Imani gefiel mir zwar sofort, aber beim ersten Durchblättern kam mir noch nicht in den Sinn das Kleid für mich zu nähen. Erst als ich ein schlichtes Kleid mit dem gewissen Etwas für die Hochzeit suchte, kam es mir wieder in den Sinn. Den Ausschlag es aus einfarbigem Stoff zu nähen, gaben die hinreißenden Nähbeispiele von Katharina und Maarika.


Den Stoff habe ich bei Mea Stoffcenter in Würzburg erworben. Der Laden wirkt von außen relativ unscheinbar, innen eröffnet sich ein Stoffparadies. Interessant fand ich den Ansatz die Stoffe nicht nach Material sondern nach Farben zu ordnen. In der Ecke türkis/petrol/grün fand sich dieser schöne Satinstoff in Tannengrün. Da ich mir nicht sicher war, ob der Stoff für Imani geeignet wäre, wurde ich sehr nett beraten. Leider stellte sich heraus, dass nur noch zwei Meter von diesem Schätzchen vorrätig waren. Die Zeitschrift gab 2,40 als Stoffverbrauch an und ich war ganz schön geknickt. Da mir die Qualität des Satinstoffes so gut gefiel, nahm ich kurzerhand die gleiche Qualität in lila für das Kleid mit und die zwei Meter Tannengrün und etwas anderes. Als Beratung hatte ich übrigens meine Schwiegermutter und den 19 jährigen Neffen meines Mannes dabei. Beide fanden, dass Tannengrün sei meine Farbe, lila würde mir aber auch gut stehen.


Da im Geiste mein Tannengrünes Kleid schon fertig war, probierte ich, ob sich das Kleid nicht vielleicht doch aus nur zwei Meter Stoff zuschneiden lassen würde und siehe da, der Stoff reichte. Zwar nur knapp und ich konnte den Rock nicht verlängern, aber es reichte!

Bein Verstärken der Belege hatte ich dann einen kleinen Aussetzer und habe mit H200 bebügelt. Das erwies sich als viel zu Steif und ich musste die Belege wieder abtrennen. Da ich keine geeinete Einlage mehr vorrätig hatte, das Kleid aber unbedingt fertig machen wollte, habe ich kurzerhand zu einem Falzgummi gegriffen und den Ausschnitt damit versäubert. Sicher nicht die eleganteste Lösung aber mir taugt es.

Mit den Gürtelschlaufen habe ich ganz schön gekämpft und sie am Ende wieder abgeschnitten, weil sie mir nicht gefielen. Der Gürtel sitzt aber auch ohne gut.


 Das Kleid ist sehr schnell zu nähen und bietet (von den Gürtelschlaufen abgesehen) keine großen Herausforderungen. Ich kann mir das Kleid auch sehr gut als leichtes Sommerkleid aus Viskose vorstellen. Ich habe laut Maßtabelle Größe 46 genäht, eine gute Wahl.

Schnitt: Imani Aus La Maison Victor
Stoff: Royal Satin, gekauft bei Mea Stoffcenter

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Montag, 16. Oktober 2017

Es bleibt kuschelig

So viele unverbloggte Nähwerke habe ich noch zu zeigen. Eines davon ist das zweite Mini-Kuschelkleid aus dem Probenähen für AnniNanni.


Der schöne Sommersweat in lila ist von La Panda Love Fabrics. Kombiniert habe ich den Stoff mit grauem Jersey für das Kragenfutter und Bündchen ebenfalls in grau. Lila ist die Lieblingsfarbe vom Lausemädchen und das Kleid kommt deshalb gut an.


Diesmal habe ich mit für den stoffsparenden engen Rock entschieden und anstatt einer Kapuze einen Kuschelkragen genäht (beides im Ebook enthalten).


Das Kleid entstand schon im August und wir waren sehr früh unterwegs, um die kühleren Temperatueren der Morgenstunden für die Fotos zu nutzen. Aktuell ist es ja auch wieder zu war für ein Kuschelkleid, aber wir haben die kalte Jahreszeit noch vor uns.


Das Töchterchen ist jetzt in der Rollenspielphase angekommen. Besonders viel spielt sie mit ihrem Kuschelschäfchen, das in verschiedene Rollen schlüpfen muss. Oft ist es ein Baby und wird gestillt oder bekommt die Flasche. Oder es ist verletzt und muss getröstet und verarztet werden. Gerne spielt sie auch Feuerwehr und löscht imaginäre Brände.



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Dienstagsdinge, Kiddikram

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Maisgelb für mich?

Meine letzte Betula aus dem Probenähen für Fabelwald ist etwas sportlicher ausgefallen. Und ich habe zum ersten Mal einen gelben Stoff für mich verwendet. Bisher war ich davon überzeugt, dass mir Gelb nicht steht und ich habe seit Jahren kein gelbes Kleidungsstück mehr getragen.


 Als ich mich damit auseinander setzte welche Farben zu meinem Farbtyp passen, tauchte zu meiner Überraschung blasses Gelb als Farbempfehlung für den Sommertyp auf. Seit dem war ich neugierig darauf, blasses Gelb an mir auszuprobieren. Das blasse Gelb tauchte dann ganz überraschend aus einem Lillestoff Glückspaket auf. Meisgelb heißt die Farbe des Sweatstoffes und das Stück war lang genug, um daraus Ärmel und Bündchen meiner Betula zuzuschneiden. Der blaue Stoff kommt ebenfalls aus einem Lillestoff Glückspaket und ist ein dünner Sommersweat.


Der Pulli gefällt mir in seiner Sportlichkeit sehr gut. Ich bin allerdings noch nicht sicher, was ich von dem Gelb halten soll. Tragbar ist der Pulli für mich auf jeden Fall, aber sollte ich weitere Experimente mit Gelb machen? Was meint ihr?




Schnitt: Betula von Fabelwald
Stoff: Sweat pastell maisgelb und Sommersweat blau von Lillestoff

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